Das Lüttje Huus an’t Diek
Das Heimatmuseum in Neßmergrode

Der Urlaubsgast in Neßmersiel stellt sich vielleicht die Frage:

„Warum stehen die alten Häuser alle am Deich und wovon haben die Leute damals gelebt?“

Das Museum Lüttje Huus zeigt eindrucksvoll das Leben eines Landarbeiters.

Es ist kein Museum in klassischem Sinne.

Hier werden während der Führung durch das Haus alle original ostfriesischen Besonderheiten erklärt. So werden viele offene Fragen beantwortet, und der Besucher bekommt einen anschaulichen Eindruck vom Leben eines Landarbeiters bis 1950.
Die Räume dieses Landarbeiterhauses    wurden - nach den geringen vorhandenen Erkenntnissen - mit vielen Exponaten nachgestellt.
Zeitraum der Nachstellung ist Ende des 18ten Jahrhunderts bis in die fünfziger Jahre des 20ten Jahrhunderts. Das Alter des Museums-Gebäudes lässt sich nicht genau klären.
Der im vorderen Teil des Hauses verarbeitete Klinker könnte um 1700 bis Anfang 1800 hergestellt worden sein. Zu dieser Zeit begann auch die Besiedelung des Deiches mit Landarbeiterhäusern in Neßmergrode.
Der im Haus befindliche Kaufmannsladen war hier nicht vorhanden. Er ist aber typisch für den Landstrich und so unter anderem in Neßmersiel zu finden gewesen.
Das Haus besaß einen Wohn- und mehrere Schlafräume (Butzen), einen Stall und Abstellräume.
Im Haus befand sich immer die Wasserstelle (Pumpe). Das Regenwasser wurde in einer Zisterne oder im Wasserkeller gesammelt. Das Brunnenwasser war durch die Deichlage des Hauses meistens als Trinkwasser ungenießbar und diente nur für den häuslichen Gebrauch.
Im Außengelände sind Gegenstände ausgestellt, womit die Landarbeiterfamilie beim Bauern oder in ihrem eigenen Haushalt zu arbeiten hatte.
Die Sonderausstellung im Dach (Puppen als Darsteller in Märchengeschichten) zeigt die Winter- und Feierabendtätigkeit einer Hausfrau - stricken und häkeln.

Museumssaison mit Besichtigung und Führungen:
Führungen von April bis September an jedem Dienstag und Donnerstag (Aushang im Museum beachten) von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Führungen im April, Mai und September zusätzlich sonntags (Aushang im Museum beachten) von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Auch Führungen außer der Reihe nach vorheriger Vereinbarung sind möglich (Fam. Hagel Tel: 04933/1748 -mindestens 2 Tage vor dem Termin.